Spielplan 2010/11


Repertoire
Vom Fischer und seiner Frau

Neukomposition für die Kinderoper Köln
Jazzoper für Kinder von Ingfried Hoffmann

Libretto von Barbara Hass
Nach dem Märchen von Philipp Otto Runge

Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren

Der Fischer und seine Frau Ilsebill wohnen in einem Pisspott nahe eines Sees. Eines Tages fängt der Fischer einen großen Butt, der aber um sein Leben bittet, da er ein verwunschener Prinz sei.
So lässt der Fischer den Butt wieder frei. Als der Fischer nach Hause kommt und seiner Frau Ilsebill diese wundersame Geschichte erzählt, fragt sie ihn, ob er sich denn im Tausch gegen die Freiheit nichts gewünscht habe. Sie drängt ihren Mann, den Butt erneut zu rufen, um sich ein richtiges Haus zu wünschen. Der Butt erfüllt diesen Wunsch. Ilsebill ist aber noch nicht zufrieden und wünscht sich immer mehr vom Butt... .

Je mehr sich Ilsebill wünscht, desto schlechter wird das Wetter auf See und an Land.
Am Ende sitzt zwar Ilsebill wieder im Pisspott, nun aber endlich zufrieden und glücklich.
Die Liebe des Fischers zu seiner Frau haben die stürmischen Zeiten und die Gier nach Macht und Wohlstand nicht erschüttern können.

Die erfolgreiche Neukomposition der letzten Spielzeit wird für 10 Vorstellungen wieder aufgenommen!
Der Komponist Ingfried Hoffmann feiert in diesem Jahr nicht nur seinen 75 Geburtstag, sondern auch gleichzeitig die Uraufführung seiner und der ersten Jazz-Kinderoper überhaupt.
Ingfried Hoffmann, als großer Jazz-Pianist weltweit bekannt, zog sich 1970 vom Jazz zurück und ist seitdem fast nur noch als Komponist und Arrangeur tätig. Er schrieb Musik für Das Phantom der Oper, für die deutsche Version der Sesamstraße, für Hallo Spencer und für die Fernsehserie Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt und nun auch seine erste Kinderoper: „Vom Fischer und seiner Frau“ .

Regie: Elena Tzavara
Bühne: Conrad Moritz Reinhardt
Kostüme: Elisabeth Vogetseder

Dramaturgie: Tanja Fasching


Mit dem Jazz-Ensemble „Altes Pfandhaus“

Wiederaufnahme Premiere: 30. September 2010
Weitere Vorstellungen im Oktober 2010

(Die genauen Termine finden Sie spätestens ab dem 01. des Vormonats auf www.operkoeln.de und in unserem Monatsspielplan, den Ihnen die Oper Köln kostenlos zuschickt)

 

Premiere
Aschenputtel
Cenerentola

Von Ermanno Wolf-Ferrari

Märchenoper in drei Aufzügen nach den Versen von Maria Pezzè-Pascolato
Uraufführung 1902 in Bremen, Freie deutsche Übersetzung von Franz Rau, Kölner Fassung von Christian Schuller, Orchesterbearbeitung von Reiner Schottstädt

Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren

Es war einmal ein König, dessen Sohn unter allen Mädchen des großen Reiches keines fand, das ihm gefiel. Also wurde ein Ball veranstaltet, zu dem die schönsten Mädchen eingeladen wurden. Darunter waren auch zwei Schwestern, die mit ihrer Mutter kamen. Eine dritte, ihre Stiefschwester Aschenputtel durfte nicht mitgehen und musste zu Hause am Herd sitzen bleiben. Ohnehin wurde sie von den zwei Stiefschwestern und der Steifmutter immer schlecht behandelt.
Sie schlief über ihrer vielen Arbeit ein, und da kamen drei Elfen und zauberten ihr ein herrliches Ball-Kleid und wunderschöne Tanzschuhe. Sie ist glücklich und eilt rasch zum Fest, wo die Schwestern inzwischen auf den Gesandten aus Hungerland hereingefallen sind und ihn für den Prinzen halten. Als Aschenputtel kommt, ist sie so schön, dass Stiefmutter und Stiefschwestern sie nicht erkennen, der König von ihr bezaubert ist und der Prinz sich sofort in sie verliebt. Um Mitternacht, dass weiß Aschenputtel, ist der Zauber vorbei. Als es soweit ist, muss sie sehr schnell fliehen und verliert dabei einen ihrer feuerroten Schuhe. Der Prinz ist untröstlich, dass er sie verloren hat, aber er hat ja den Schuh, und nun beginnt er zu suchen. Der kluge Narr hilft ihm dabei, und als die Schwestern sich Zehen und Fersen abhacken, um in den Schuh zu passen, hört er im Keller das eingesperrte Aschenputtel um Hilfe rufen, befreit es, und siehe da: Ihr passt der Schuh! Prinz und Aschenputtel heiraten und wenn sie nicht gestorben sind... .

Ermanno Wolf-Ferrari war halb Münchner, halb Venezianer. Er schrieb um die Jahrhundertwende noch in der Tradition der Märchenopern des 19.Jahrhunderts, spielte aber schon gewitzt und souverän mit allen bis dahin bekannten Opernstilen. Er liebte die Commedia dell’arte und die Komödien des Carlo Goldoni, und er wusste schon, was zu Beginn des Jahrhunderts die Psychologie neu entdeckte: dass die Bösen ungleich interessanter sind als die Guten.

Aufführungsdauer: ca. 60 Minuten

Regie: Brigitta Gillessen
Bühne und Kostüme: Ute Lindenbeck
Dramaturgie: Tanja Fasching


Mit Musikern des Gürzenich-Orchesters

Premiere: 13. November 2010
Weitere Vorstellungen im November, Dezember 2010, Januar 2011

(Die genauen Termine finden Sie spätestens ab dem 01. des Vormonats auf www.operkoeln.de und in unserem Monatsspielplan, den Ihnen die Oper Köln kostenlos zuschickt)

 

Premiere
Das Kind und der Zauberspuk
L’enfant et les sortilèges

Von Maurice Ravel

Lyrische Fantasie in zwei Teilen
Uraufführung 1925, Monte Carlo, Libretto von der Dichterin Colette, Deutsche Übertragung von Elke Heidenreich, Orchesterbearbeitung von Didier Puntos

Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren

Weil das Kind die Nase voll hat, immer gehorchen zu müssen, will es keine Schularbeiten machen, zerreißt die Bücher, zerstört die Möbel und quält sogar die Tiere im Garten. Die Mutter ist verzweifelt. Alle beklagen sich. Als das Kind ein Eichhörnchen in einen Käfig sperrt und dieses sich dabei an der Pfote verletzt, bekommt es aber auf einmal ein schlechtes Gewissen und verbindet dem Tier die Pfote. Zum ersten Mal tut das Kind etwas Gutes und es geschehen von nun an merkwürdige Sachen…

Maurice Ravel schrieb von 1919 bis 1925 an diesem lyrischen Stück. Eigentlich wollte er Pianist werden, aber dann studierte er ab 1897 bei Gabriel Fauré Komposition und wurde sehr schnell als Komponist berühmt. Weil er an seinen Kompositionen mit so viel Sorgfalt und Detailversessenheit arbeitete, nannte Igor Strawinsky ihn den „Uhrmacher“ unter den Komponisten. Sein bekanntestes Werk, das ihn schlagartig weltberühmt machte, war der 1928 als Ballett uraufgeführte „Bolero“. Zeit seines Lebens war Ravel dieser Ruhm suspekt, und er bezeichnete das Stück als „simple Orchesterübung“.

Aufführungsdauer: ca. 50 Minuten

Regie: Tomo Sugao
Bühne: Ulrike Plehn
Kostüme: Marie Gerstenberger
Dramaturgie: Lars Gebhardt


Premiere: 22. Februar 2011
Weitere Vorstellungen im Februar und März 2011

(Die genauen Termine finden Sie spätestens ab dem 01. des Vormonats auf www.operkoeln.de und in unserem Monatsspielplan, den Ihnen die Oper Köln kostenlos zuschickt)

 

Uraufführung/Premiere
Schneewittchen

Auftragswerk der Kinderoper Köln, nach dem Märchen der Gebrüder Grimm, Musik & Libretto von Marius Felix Lange, Konzeption von Ralph Caspers und Elena Tzavara

Schneewittchens Stiefmutter ist schön, sehr schön sogar. Ihre Schönheit wird von den Barden des Reiches besungen und in allen Zeitungen gerühmt.
Die allgemeine Begeisterung für ihr Aussehen ist aber der Königin offensichtlich so sehr zu Kopf gestiegen, dass sie starke Anzeichen eines krankhaften Schönheitswahnes ausbildet: Niemand darf schöner sein als sie, koste es was es wolle! Sogar ein sprechender Zauberspiegel wird angeschafft, damit dieser ihr immer wieder aufs Neue schmeichelt und bestätigt, dass sie wirklich die Aller -Allerschönste im Reiche sei.
Da der Spiegel aber nicht lügen kann, antwortet er eines Tages auf die immergleiche Frage der Königin nach der Schönsten im Land: „Ja, die Königin sei gewiss sehr schön, aber Schneewittchen sei noch tausendmal schöner als sie... .“ Vor Wut kann sich die Stiefmutter nicht mehr halten und brütet einen teuflischen Plan aus. Die Geschichte nimmt ihren Lauf - auch hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen... .

Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren

Mit „Das Opernschiff“ hatte der junge Komponist Marius Felix Lange nach einem Libretto von Elke Heidenreich schon vor 5 Jahren eine sehr erfolgreiche Kinderoper für die Kinderoper Köln geschrieben. Mittlerweile hat sich Lange als Komponist (insbesondere auch für Kinderohren) europaweit einen Namen gemacht; nicht zuletzt mit seiner Komposition „Das Orchester zieht sich an“, (musikalische Lesung nach dem Buch von Karla Kuskin),das als Aufnahme mit unseren Musikern des Gürzenich-Orchesters entstanden ist. So war es uns ein dringender Wunsch ihn abermals für eine Komposition für die Kinderoper Köln zu begeistern. „Schneewittchen“ wird nun in Zusammenarbeit mit unserem Schirmherren Ralph Caspers für die Kinderoper Köln entstehen.

Aufführungsdauer: ca. 60 Minuten

Regie: Ralph Caspers & Elena Tzavara
Bühne: Conrad Moritz Reinhardt
Kostüme: Elisabeth Vogetseder
Dramaturgie: Tanja Fasching


Mit Musikern des Gürzenich-Orchesters

Uraufführung: 21. April 2011
Weitere Vorstellungen im April, Mai, Juni 2011

(Die genauen Termine finden Sie spätestens ab dem 01. des Vormonats auf www.operkoeln.de und in unserem Monatsspielplan, den Ihnen die Oper Köln kostenlos zuschickt)

 

Repertoire
Dornröschen
La bella addormentata nel bosco

von Ottorino Respighi

Musikmärchen in drei Akten von Gian Bistolfi
Nach einem Märchen von Charles Perrault

Uraufführung 1922, Rom (revidierte Fassung 1967 Turin), Revision von Gianluca Tocchi
Deutsche Übersetzung von Christian Schuller, Textfassung und Zwischentexte von Elke Heidenreich, Orchesterbearbeitung von Dirk Lötfering

Empfohlen für Kinder ab 5 Jahren

Die Königsfamilie hat endlich Nachwuchs bekommen. Das muss gefeiert werden. So schickt der König seine Botschafter aus, um zu einem großen Fest einzuladen. Auch die Gute Fee im Wald wird eingeladen. Allerdings wird die Böse Fee nicht eingeladen. Aus Zorn darüber erscheint sie selbst auf dem Fest und verflucht das Kind. Ihr Fluch bewirkt, dass sich Dornröschen an ihrem 20.Geburtstag an einer Spindel sticht und daraufhin mit dem ganzen Hofstaat für 100 Jahre in einen tiefen Schlaf fällt.
Dann aber kommt ein junger Prinz... .

Ottorino Respighi (1879 – 1936) gilt als führender Vertreter der neueren italienischen Instrumentalmusik und steht für eine zeitgenössische Musikkultur, die Anregungen aus ganz Europa verarbeitet. Zu erkennen sind Einflüsse von Nikolaj Rimski-Korsakow, bei dem er studierte, aber auch die Klangsprache der französischen Impressionisten ist bei Respighi auszumachen.
Auch die italienische Musik des Barock und der Renaissance verarbeitet er zu neuen Klängen.

Aufführungsdauer ca. 60 Minuten

Inszenierung: nach einer Konzeption von Christian Schuller
Kostüme: Ulrich Schulz
Bühne: Petra Möhle

Wiederaufnahme: 22. Juni 2011
Weitere Vorstellungen im Juni und Juli 2011

(Die genauen Termine finden Sie spätestens ab dem 01. des Vormonats auf www.operkoeln.de und in unserem Monatsspielplan, den Ihnen die Oper Köln kostenlos zuschickt)

 

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